Schützenpanzer Puma VJTF

 

Bausatz: 1/35 Ryefild Model mit Resinprint von 3DScale Model Worx
Der SPz Puma ist einer der schwersten und derzeit der teuerste und gemessen an der Motorleistung der stärkste Schützenpanzer der Welt. Er gilt zwar als hochmodern und zukunftsweisend, ist jedoch einer großen zeitlichen Verzögerung und hoher Kostensteigerung unterworfen. Aufgrund vieler technischer Mängel ist der SPz Puma leider immer wieder in den Medien. Hier sollte man aber auch fairerweise erwähnen, dass es nicht nur an technischer Reife einzelner Geräte (und somit des Gesamtsystems) sondern auch an der Aufstellung bei Wartung und Ersatzteilen bei der Bundeswehr mangelt.

Der Puma besitzt einen fernbedienbaren und Besatzungslosen Turm, der in seiner Grundausstattung mit dem taktischen Lufttransportfahrzeug der Bundeswehr, dem Airbus A400M, luftverladbar ist. Die Panzerung des Puma ist modular aufgebaut, er verfügt über zwei Schutzstufen. Der Puma hatte eine turmunabhängige stabilisierte Hauptoptik (PERI, RTWL-B) für den Gruppen- und Truppführer sowie eine extra geschützte stabilisierte Waffenoptik (WAO) für den Richtschützen. Die beiden von Hensoldt Optronics gefertigten Systeme verfügen über einen Tagsichtkanal, Wärmebildgerät ATTICA und Laserentfernungsmesser LDM 38. Bilder der Hauptoptik können mit einer CCD-Kamera auf zwei Bildschirme für den Gruppen- und Truppführer angezeigt werden. Die Bewaffnung des Schützenpanzers besteht aus einer Primär- und Sekundärbewaffnung, darunter eine Nebelmittel- und eine Sprengkörperwurfanlage. Bordmaschinenkanone und Maschinengewehr sind dabei im vollständig automatisierten Turm untergebracht.

Eine Neuerung ist die Stabilisierung der Waffe und die „Hunter-Killer-Fähigkeit“, bekannt von den Kampfpanzern. Klärt der Kommandant mit seinem Periskop einen Gegner auf, übergibt er das Ziel an den Richtschützen. Der Turm richtet sich darauf automatisch auf das Ziel aus und der Richtschütze kann es bekämpfen, während der Kommandant nach weiteren Zielen sucht. Die Hauptbewaffnung ist eine 30-mm-Bordmaschinenkanone des Typs MK 30-2/ABM, gefertigt von Rheinmetall, die außermittig rechts im ferngesteuerten Turm eingebaut ist. Mit der Maschinenkanone können gepanzerte Fahrzeuge bis zu einer Entfernung von 2000 Metern und mit der Air-Burst-Munition (ABM) bis zu 3000 Metern bekämpft werden. Die Waffe kann sowohl in Einzel- als auch in schnellem Serienfeuer (200 Schuss/min.) abgefeuert werden.

Die Besatzung besteht aus neun Personen, die in einem durchgängigen Kampfraum untergebracht sind. Sie unterteilt sich in einen aus sechs Soldaten bestehenden Schützentrupp und drei feste Soldaten für die Fahrzeugbesatzung.
Die neueste Ausbaustufe ist die Version S1 VJTF. In dieser Version wurden die Sensoren/ Sichtmittel für Fahrer und Situationsbeurteilung im Nahbereich, Funk (incl. Satcom) und Lagesystem mit Farbdisplays sowie Softwareupdates implementiert. Damit will man einen großen Schritt zum System Panzergrenadier und der Vernetzung mit dem Fahrzeug erreichen. Offensichtliche Neuerung und zeigt damit gleich den Unterschied zur Vorgängerversion, ist die Installation des MELLS Panzerabwehrrakete an der linken Turmseite. Mit dem zweifach Werfer kann man Ziele bis in 4 km Entfernung bekämpfen. Im Mai 2023 wurden weiter 50 Puma-Panzer bestellt. Eine weitere Option von ca. 60 Fahrzeugen, mit den gleichen Bedingungen wie die Bestellung von Mai, ist bis Februar 2024 einzulösen.


Das Model ist ein alter Bekannter von Ryefild (ausführliche Beschreibung auch hier auf der Plattform von 2019) und ist immer noch das beste Model eines SPz Puma. 3DScaleModelWorx hat ein 17 teiliges Resin Set aufgelegt und dieses enthält genau die zusätzlichen Teile für die Version S1 VJTF. Nach dem Problemlosem Zusammenbau des Panzers konnten die Resin Teile angebaut werden. Antennen wurden ergänzt durch gezogene Kunststoffäste.
Für die Lackierung wurden Farben von Tamiya benutzt und das gesamte Modell nur leicht mit Pigmenten verstaubt und gealtert.

Juni 2023