Raketen-Jagt-Panzer Jaguar 1
Bausatz: 1/35 Das Werk
Der Raketenjagdpanzer geht auf die Entwicklung des Kanonenjagdpanzer der Bundewehr zurück. Die Wanne und das Fahrgestell sind weitgehend identisch. Auf dessen Basis wurde ab 1961 Prototypen getestet, am Anfang war der Rakjgpz.1 noch mit der französischen SS 11 Panzerabwehrrakete ausgestattet. Es wurden ca. 500 Fahrzeuge gebaut und in der Panzerjägertruppe eingesetzt. Nachdem die Entwicklung des HOT-Systems abgeschlossen war, wurde an einigen Prototypen des Raketenjagdpanzers 2 (TOW) die Nutzung der HOT (fr/dt Panzerabwehrrakete Haut subsonique Optiquement Teleguide) getestet. Der drahtgelenkte Flugkörper HOT hatte eine Reichweite von 4000m. Nachdem erfolgreichen Abschluss der Tests, wurde von 1978 bis 1983 insgesamt 316 Fahrzeuge auf das neue Waffensystem umgerüstet und mit einer Zusatzpanzerung versehen. Diese Fahrzeuge wurden dann als Raketenjagdpanzer Jaguar 1 bezeichnet. Der HOT-Lenkflugkörper konnte sowohl unter Panzerschutz als auch ABC-Schutz eingesetzt werden. Im Inneren des Panzers befand sich eine Ladeautomatik mit einem gasdichten Trommelmagazin für acht Lenkflugkörper. Durch eine Luke wurde das geladene Startrohr mit dem Lenkflugkörper von der Ladeautomatik nach draußen geführt und auf die Visierlinie des Richtschützen ausgerichtet. Außerhalb des Trommelmagazins konnten im Panzer bis zu 12 weitere Lenkflugkörper mitgeführt werden. Uneingeschränkt nachtkampffähig wurde der Jaguar 1 erst mit der Kampfwertsteigerung A3. Optischer Unterschied zum A1 war das große Periskop, die eckigen Spiegel und eine zusätzliche Stange an der Frontpanzerung um z.B. ein Tarnnetz zu verstauen. Die Nutzung bei der Bundeswehr endete 2006.
Wikipedia
Das Modell:
Das Werk hat 2024 ein Modell des Jaguar 1 herausgebracht. Der Bausatz enthält 7 Kunststoff Spritzlinge, Ätzteileplatte, Schnur, 3D Druckteile, Unterwanne und Decalbogen. Es lassen sich drei BW-Panzer und eine Bundesheer Variante aus der Wiener Neustadt darstellen. Die Qualität und die Oberflächen Güte ist sehr gut. Das markante Muster der Zusatzpanzerung überzeugt. Je nach Variante A1 oder A2/A3, in der Bauanleitung als „Altes Layout“ und „Neues Layout“ bezeichnet, können beide Versionen dargestellt werden. Die Passgenauigkeit ist sehr gut. Das einzige Manko ist, die als Segmentteile beiliegende Kette. Sie muss am Fahrzeug fest verbaut werden und wird anschließend bemalt. Hier habe ich zum ersten Mal eine Metallkette von Friulmodel aus Ungarn benutzt. Eine wirkliche Strafarbeit, da ich alle Bohrungen nachgearbeitet habe, aber für den besseren Effekt hat es sich gelohnt, find ich.
Dargestellt ist ein Panzer aus den frühen 80iger der Panzerjägerkompanie 320 aus Schwanewede mit abgenutzter Wintertarnung. Nach Abschluss der Lackierung und Versiegelung habe ich mit Ölfarbe die Tarnung aufgebracht, am nächsten Tag leicht heruntergewaschen und mit der Schwammtechnik die olivgrüne Farbe auf der Wintertarnung nachgearbeitet. Mit der gleichen Technik ist die Verschmutzung aufgebracht worden. Mit dem Farbpinzel, die Kanten metallisch hervorgehoben und die Vertiefungen dunkel hervorgehoben und somit den Panzer etwas abgenutzt und gebraucht dazustellen.
Juli 2026